e:Kid

Systemmedizinischer Ansatz zur Personalisierung immunsuppressiver Therapien nach Nierentransplantation

e:Kid ist ein Kooperationsprojekt zwischen klinischen Partnern, Forschungsinstituten, Biometrie-Abteilungen, translationalen Einrichtungen und Industriepartnern. Mehrere klinische und Grundlagenwissenaschaft-orientierende Abteilungen der Charité und der technischen Universität Dresden, die Abteilung für Biologie an der Humboldt Universität, sowie zwei Industriepartner sind an diesem Projekt beteiligt.

Das Ziel von e:Kid ist die Erstellung und Validierung eines Systemmedizin-basierten Modells, das die personalisierte Therapie in einem frühen Stadium nach einer Nierentransplantation ermöglicht. Basierend auf dem Know-how der Mitglieder des Konsortiums, wird eine breite Palette verschiedener Parameter auf genetischer, posttranslationaler (epigenetisch, Protein) und zellulärer Ebene in einer großen klinisch gut charakterisierten Patientenkohorte untersucht und verwendet, um immunologische Pathways zu analysieren und um prognostische mathematische Modelle zu entwickeln. Diese Modelle ermöglichen das individuelle Risiko für eine Abstoßungsreaktion nach einer Nierentransplantation bzw. Transplantations-bedingte Nebenwirkungen vorhersagen zu können.

Während der ersten 36 Monate des Projektes werden Proben aus einer vollständig rekrutierten großen multizentrischen Studie mit einer gut charakterisierten Kohorte nierentransplantierter Patienten analysiert. Auf der Grundlage des entwickelten mathematischen Modells wird eine prospektive klinische Studie für personalisierte Anpassung der immunsuppressiven Therapie für die weiteren 24 Monate des Projekts eingeleitet.