TP 2

Kindred cohorts - a tool for systems medicine

Die Ursachen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) sind bis heute nur unzureichend verstanden. Eine familiäre Häufung der Erkrankung ist wiederholt beschrieben worden, so dass man davon ausgeht, dass genetische Faktoren bei der Erkrankungsentstehung von Bedeutung sind. Vermutlich sind auch Veränderungen der Darmflora, das Ernährungsverhalten und andere Lebensstilfaktoren sowie Hygienestandards für die Krankheitsentstehung relevant. Um die Entstehung der CED genauer untersuchen und insbesondere Frühformen der Erkrankungen besser erkennen zu können, bauen wir im Institut für Epidemiologie und in der Biobank popgen eine prospektive Familienstudie zu CED auf. In diese Studie werden CED-Patienten sowie betroffene und gesunde Familienangehörige eingeschlossen und langfristig wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen des sysINFLAME Konsortiums werden genetische, molekularbiologische und biochemische Untersuchungen im peripheren Blut und an Stuhlproben von Teilnehmenden der CED-Familienstudie durchgeführt und systemorientiert analysiert.