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Die Rolle der AHR Aktivierung in Metabolismus und DNA-/Histon- Methylierung in malignen Gliomen

Der ligandenaktivierbare Aryl-Hydrocarbon Rezeptor (AHR) ist vor allem durch die von ihm vermittelten toxischen Effekte von Chemikalien bekannt, spielt aber auch bei endogenen Prozessen eine wichtige Rolle und kann durch körpereigene Stoffe wie Abbauprodukte der Aminosäure Tryptophan (Trp) aktiviert werden. Der AHR Signalweg ist daher eng verknüpft mit dem Trp Stoffwechsel, welcher die Aggressivität von malignen Gliomen beeinflusst. Im Rahmen eines systemmedizinischen Verbundes zur Etablierung eines Netzwerk-Modells in malignen Gliomen wird dieses Projekt die biologischen Grundlagen zur Charakterisierung der Rolle des AHR in diesem Netzwerk liefern. Dazu werden die durch AHR Aktivierung resultierenden Veränderungen auf DNA-, Gen- und Proteinebene untersucht. Darüber hinaus werden öffentlich zugängliche Genexpressions- und DNA Bindungsdaten herangezogen, um eine gliomspezifische AHR Aktivierungssignatur zu etablieren und so die Beurteilung der Aktivität und Rolle des AHR Signalweges in humanem Gliomgewebe zu ermöglichen. Die erzielten Ergebnisse werden in das Netzwerkmodell eingebracht und dienen so seiner Anpassung.