TP 3

Dopaminerge Signale und sensorische Vorhersagen in genetischen Mausmodellen der Schizophrenie

Versuchsaufbau. Neuronale Antworten auf vorhersagbare auditorische Reize werden in dopaminergen Nervenzellen des Hirnstamms (VTA) und Nervenzellen der Hörrinde (auditorischer Kortex) in Mäusen gemessen. Dopaminerge Neurone werden durch optogenetische Methoden und Lichtstimulation identifiziert. Die synaptischen Eingänge dopaminerger Nervenzellen im auditorischen Kortex werden ebenfalls stimuliert, um deren Einfluss auf sensorische Hirnareale zu untersuchen.

Das Ziel in Teilprojekt 3 ist zu verstehen, wie dopaminerge Neurone zu sensorischen Vorhersagen beitragen und wie genetische Mutationen, die das Risiko für Schizophrenie erhöhen, dopaminerge Signale und sensorische Vorhersagen beeinflussen. Zu diesem Zweck werden wir Hirnaktivität in Mäusen ableiten, während die Tiere vorhersagbaren auditorischen Reizen ausgesetzt werden, ähnlich wie in Teilprojekten 1 und 2. Optogenetische Methoden werden eingesetzt, um dopaminerge Neurone zu identifizieren und deren Aktivität zu manipulieren, so dass deren Einfluss auf sensorische Hirnareale untersucht werden kann. Die neuronalen Ableitungen werden in normalen Wildtyp Mäusen sowie in genetisch veränderten Schizophrenie-Mausmodellen durchgeführt. Diese tragen spezielle Mutationen in ihrem Erbgut, die zuvor im Menschen als genetische                                                     Riskofaktoren für Schizophrenie identifiziert wurden.