Christiane Opitz erhält Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Der Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften - gestiftet von der Monika Kutzner Stiftung zur Förderung der Krebsforschung - wurde im Jahr 2014 an Dr. med. Christiane Opitz verliehen. Er ist mit 10.000 € dotiert.

Dr. Christiane Opitz arbeitet auf dem Gebiet des Metabolismus von Krebszellen und erforscht den Tryptophanabbau in normalen und Tumorzellen, besonders in Gliomen. Sie hat sich zunächst mit den Abbauwegen der Aminosäure Tryptophan in humanen mesenchymalen Stammzellen beschäftigt und dann begonnen, diese Stoffwechselwege in Gehirntumoren zu untersuchen. 2011 veröffentlichte sie hierzu als Erstautorin in Nature einen vielbeachteten Artikel. In dieser Arbeit spannt sie einen weiten Bogen zwischen Experimenten an Gliomen bis zu einem allgemeinen Mechanismus der Tumorigenese. Sie hat einen neuen Stoffwechselweg des Tryptophans in Tumorzellen identifiziert und gezeigt, dass das Produkt dieses Stoffwechselweges nicht nur eine Hemmung des Immunsystems verursacht, sondern auch wachstumsanregend auf die Tumorzellen selbst wirkt. Diese Erkenntnisse zeigen neue Ansätze in der Krebstherapie auf.

In Kooperation mit der Firma Proteome Sciences entwickelte Dr. Opitz eine Methode, mit der Tryptophan und seine Metabolite in bis zu sechs Proben gleichzeitig gemessen werden können, wodurch die Genauigkeit der Messung erhöht wird.
 
Christine Opitz ist als Assistenzärztin in der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg tätig und leitet am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Juniorgruppe „Hirntumor-Metabolismus“, welche die Rolle des Tryptophan-Stoffwechsels für die Bildung von Hirnmetastasen erforscht. Dr. Opitz leitet zudem den e:Med Juniorverbund „GlioPATH - Vergleich der Stoffwechsel- und Signalwege in IDH mutierten und Wildtyp Gliomen“.
Die Gruppe will ihre Expertise zur Untersuchung des Krebsstoffwechsels für die Analyse des Metabolismus in Hirntumoren nutzen.

Link zur Pressemeldung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften