TP4 -Sys_CARE

Experimentelle Studien zu krankheitsassoziierten alternativen Spleißereignissen

Zentrales Ziel von TP4 ist die Validierung und Charakterisierung von in TP1 identifizierten AS-Ereignissen mit einem therapeutischen Potenzial für die Behandlung der DCM und der HN. Dafür werden wir humanes Gewebe, Tiermodelle (Maus und Zebrafisch) und Zellkulturen verwenden. Zusätzlich werden in den tierexperimentellen Studien bzw. den Zellkulturexperimenten Omics Daten zu verschiedenen Zeitpunkten gewonnen. Dadurch werden wir in der Lage sein, die Entwicklung und das Fortschreiten der Erkrankungen zu untersuchen und kausale Zusammenhänge zu den AS-Ereignissen herzustellen. Das AS wird dabei in Herzgewebe und Vollblut von transgenen, herzinsuffizienten Mäusen mit Hilfe von RNA-seq und Proteomanalysen untersucht. Um die Ergebnisse vor dem Hintergrund des Krankheitsstadiums deuten zu können, erfolgt die Charakterisierung der Mäuse mittels Echokardiographie, immunhistochemischer Analysen und ELISA. Außerdem werden die Ergebnisse mit den vom Menschen gewonnen Daten (TP1-3) verglichen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie werden ausgewählte Spleißstellen in vivo gezielt mit Hilfe von Antisense-Oligonukleotiden manipuliert und deren Wirkung untersucht. Hinsichtlich der HN werden bereits gewonnene Gewebeschnitte von Nierenbiopsien gefärbt. Dabei gilt es zu untersuchen, ob die AS-Ereignisse, die im Blut von HN-Patienten nachgewiesen werden konnten (TP1 und 2), auch hier gesehen werden. Zusätzlich werden zwei für die HN relevante Modellsysteme (1.) Glomuläre Schädigung durch die Depletion von Podozyten in Zebrafischlarven und 2.) Dehnen von kultivierten Podozyten um die glomeruläre Hypertension nachzuahmen) genutzt, um Proben für den Nachweis von AS-Ereignissen mittel Omics-Analyse zu gewinnen. Solche AS-Ereignisse, die sowohl in den beiden Modellsystemen als auch bei den HN Patienten nachgewiesen werden konnten, sollen mechanistisch in den Modellsystemen erforscht werden. Dabei untersuchen wir, ob eine Behandlung der HN mittels der Beeinflussung von AS-Ereignissen, zum Beispiel mittels Einsatz von Antisense-Oligonukleotiden, möglich wäre.