TP1 - MelAutim

Beeinflussung des Zusammenspiels zwischen Melanom und Immunzellen durch Reprogrammierung des Tumorsekretoms

In diesem Projekt werden wir untersuchen, wie die Zellen des Schwarzen Hautkrebses (Malignes Melanom) durch Abgabe von Botenstoffen die Zellen des Immunsystems beeinflussen. Die Gesamtheit dieser Botenstoffe nennt man Sekretom. So soll ergründet werden, wie die Krebszellen das Fortschreiten der Tumorerkrankung und die Resistenz gegen das Abwehrsystem, sowie ein Aufflammen vorbestehender Autoimmunerkrankungen ermöglichen. Unser Fokus liegt dabei auf der Bedeutung eines wichtigen zellulären Proteins, dem Transkriptionsfaktor E2F1. E2F1 spielt in Krebszellen eine besondere Rolle, da es an der Bildung von Metastasen beteiligt ist. In diesem Hinblick möchten wir herausfinden inwiefern E2F1 immunmodulatorische Eigenschaften des Melanom-Sekretoms in Tumorzellen induzieren und steuern kann. E2F1 übt seine prometastatische Funktion im Zusammenspiel mit vielen anderen Kofaktoren aus, von denen laufend weitere neu entdeckt und in ihrer Funktion erforscht werden. Innerhalb dieses wachsenden Repertoires an Koregulatoren sollen diejenigen Kofaktoren gefunden werden, die gemeinsam mit E2F1 die Aktivität von auf Zielgenen erhöhen, die immunmodulatorische Funktionen erfüllen. Schließlich werden wir so genannte E2F1/Kofaktor/Zielgen-Achsen identifizieren, die das Sekretom zur Herunterregulierung der Immunantwort gegen die Tumorzellen und zugunsten des Fortschreitens der Tumorerkrankung reprogrammieren. Sobald solche Achsen innerhalb von Krebszellen erkannt sind, kann die Erforschung von Mechanismen beginnen, die diese Achsen stören und so zum Beispiel die schnelle Ausbreitung des sehr gefährlichen Hautkrebses verhindern. Gleichzeitig erwarten wir Erkenntnisse darüber, wie das (Wieder)Aufflammen von Autoimmunerkrankungen im Rahmen von Krebserkrankungen unterdrückt werden kann.