TP 2 - Fibromap

Untersuchung von Myofibroblastenaktivierung und Zell-Zell Interaktionen in Knochenmarksfibrose

Knochenmarksfibrose bezeichnet den kontinuierlichen Satz von blutbildenden Zellen des Knochenmarks durch Narbengewebe (Fibrose). Dies führt zunächst zum Versagen der Blutbildung und letztendlich zum Tod. Primäre Myelofibrose (PMF) ist ein unheilbarer Blutkrebs und ein prototypisches Beispiel der progressiven Entwicklung von Knochenmarksfibrose. Die Ursache der PMF ist weitgehend unklar allerdings ist sie häufig mit einer JAK2(V617F) Mutation assoziiert. Obwohl es vielfache Forschungsanstrengungen gab die Pathogenese der PMF zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln bleiben die spezifischen Mechanismen bis heute unklar. Die Zellen die Knochenmarksfibrose verursachen waren für viele Jahre unklar. Wir haben kürzlich diese Zellen identifiziert und zeigen dass diese sog. Gli1+ Zellen auch ein attraktives therapeutisches Target darstellen, um endlich spezifische Medikamente zu entwickeln, die das Fortschreiten der Fibrose hemmen können (Schneider , Cell Stem Cell, 2017). In Teilprojekt 2 werden wir die schrittweise Entstehung der PMF entschlüsseln. Ein Fokus wird sein die Interaktion von den mutierten Blutzellen mit den Fibrose-induzierenden Zellen zu entschlüsseln und mittels Einzelzell RNA- und ATAC Sequenzierungen die beteiligten Zellpopulationen und Mechanismen aufzudecken. Das ultimative Ziel des Projektes ist es neue Biomarker und Therapeutische Targets in Knochenmarksfibrose, insbesondere im Zusammenhang mit Blutkrebs, zu identifizieren.